Archive for April, 2008
Mercenary
Graham Edwards and his wife Ashley Ann Hogan live on a cattle ranch in Zimbabwe. When their parents visit them then they would take boat trips through sambesi waters. They make pictures of lions and elephants, drink beer and have a laugh together. Graham was playing cricket and rugby once. He says he is a quiet one. He never wants to hurt anybody.
When Graham is drunk, the number of repetitions for these two sentences raises exponentially with the number of beers or whiskeys he had. It becomes a one-word-phrase and he looses the ability to apply consonants correctly. And later on its mostly followed by a “but…”. Graham was in Uganda and Congo. And he was in Afghanistan and Irak. Grahams job is to look after people.
Katja
Katja aus Chemnitz sagt Sie sei ja nun schon ein älteres Semester. Sie nimmt die Baseball-Kappe auch, oder gerade, nicht zum Rotwein an der Bar ab. Als Sie nach der Wende zu einem fragwürdigen Künstler nach Westdeutschland zog war Sie zweiundzwandzig, und ohne den geringsten Zweifel bildhübsch. Die einundvierzig heute kann man eigentlich auch nur sehen wenn man Ihr direkt ins Gesicht sieht, und selbst dann blieben Restzweifel bei vielen Betrachtern. Katja macht gerade Ihr Abitur in Lörrach. Danach will Sie irgendwas studieren, Literatur oder Psychologie. Oder so. Manchmal wird es Katja zu viel Mathe oder Physik, dann macht Sie einen Ausflug nach Basel, setzt sich in irgendeine Bar und lässt sich von Männern ansprechen, nur um sich zu vergewissern. Sie erzählt den meisten dann irgendwann von “Ihrem Freund” um Sie wieder loszuwerden, kauft sich eine Bratwurst am Bahnhofskiosk und fährt zufrieden zurück nach Lörrach.
Amir
Amir fährt heute die zwölte Tour vom Flughafen Schwechat in die Stadt und ärgert sich heute schon den ganzen Tag dass er nun doch das lächerliche grüne Jacket unter dem Wintermantel trägt. Die Leute vom grünen Schalter, für die er fährt, wollten das so. Es geht dabei wohl nicht nur um unterschiedliche Auffassungen von modischer Taxifahrerbekleidung. Ein gelbe Kravatte und ein grünes Jacket. Ein vollverblödeter Marketingeinfall. Vielleicht noch blaue Socken. Amir ist jedenfalls stinksauer und erzählt, quasi als Rache am System, jedem Fahrgast seine komplette Lebensgeschichte. Ob die es wollen oder nicht.
Amir ist Perser, aus Teheran. Perser passen sich an, sagt er.
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